Der junge Kanton baut – Die Aargauer Hochbaumeister von 1803 bis 1925

Baukultur und Denkmalpflege im Kanton Aargau, Band 1

Eine neue Publikationsreihe

Die neue Publikationsreihe «Baukultur und Denkmalpflege im Kanton Aargau» will einem breiten Publikum beispielhafte Bauten, Ensembles, Bauepochen, Gebäudetypen oder auch Persönlichkeiten rund um die Baukultur und die Denkmalpflege des Kantons Aargau näherbringen.

Die einzelnen Bände werden in loser Folge erscheinen und spannende Einblicke in die gebaute Umwelt des Kulturkantons Aargau bieten. Dabei wird dem Bildteil grosse Aufmerksamkeit geschenkt: neben aktuellen und historischen Fotografien wird vielfältiges Planmaterial vorgestellt, das seit Jahrzehnten in Archiven schlummert und mehrheitlich noch nicht publiziert ist. Auch spüren die Autorinnen und Autoren Personen und Geschichten nach, die noch nie in dieser Form erforscht und erzählt worden sind.

Der erste Band ist reich bebildert und behandelt das öffentliche Bauwesen des 1803 gegründeten Kantons Aargau im 19. Jahrhundert. Der Auf- und Ausbau des staatlichen Bauwesens wird hauptsächlich anhand der aargauischen Hochbaumeister geschildert, die von 1803 bis 1925 gewirkt haben. Ebenfalls in Arbeit ist der zweite Band. Er widmet sich als monografische Darstellung dem Säulenhaus in Aarau, einer eleganten klassizistischen Unternehmervilla, die heute das Zuhause der kantonalen Denkmalpflege ist.

Zum Band 1

Der erste Band der Publikationsreihe «Baukultur und Denkmalpflege im Kanton Aargau» schildert die Geschichte des öffentlichen Bauwesens im Kanton Aargau von der Kantonsgründung 1803 bis ins frühe 20. Jahrhundert.

Von der Aufbauphase der staatlichen Bautätigkeit erstreckt sich die Darstellung über die hohe Zeit der schweizweit beachteten «Pionierbauten» des Aargaus – Infanteriekaserne Aarau, Strafanstalt Lenzburg, Heil- und Pflegeanstalt Königsfelden – bis in die Zeit um 1900, als die Hochbaumeister kaum noch entwerfend tätig sein konnten, und die kantonale Baukommission 1922 abgeschafft wurde. Wie organisierte sich der junge Kanton im Baubereich, woran orientierte er sich dabei und wo überall wurde der Staat baulich tätig? Dies sind einige der Fragen, die in diesem Buch beantwortet werden.

Das 19. Jahrhundert war das Jahrhundert der neuen Bauaufgaben, und zwar nicht nur im Aargau. In praktisch allen gesamtgesellschaftlichen Bereichen fand – gestützt auf Ideen der Aufklärung und vertiefte wissenschaftliche Forschungen – eine zunehmende Differenzierung statt, die auch für das Bauen der öffentlichen Hand Folgen hatte, sei es etwa im Schul- und Gesundheitswesen oder im Strafvollzug. Neben den neuen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Erkenntnissen wirken sich auch politische Ereignisse und neue gesetzliche Gegebenheiten mehr oder minder direkt auf die öffentlichen Bautätigkeiten aus.

Der Auf- und Ausbau des aargauischen Bauwesens wird vor dem Hintergrund all dieser Aspekte dargestellt. Im Vordergrund stehen aber die an der Front des Bauwesens tätigen Akteure, die Kantons- bzw. Hochbaumeister sowie die kantonale Baukommission. Ein reicher Quellenfundus ermöglicht darüber hinaus einen vertieften Blick in die Arbeitsbedingungen und Besoldungsverhältnisse der kantonalen Bauschaffenden. Nicht selten sind es Geschichten von beinahe masslosen Anforderungskatalogen, die in krassem Missverhältnis zu den gewährten Ressourcen standen. Zuweilen erlauben die Akten spannende Einblicke in persönliche Schicksale.

Der Aargau stand nach seiner Gründung vor gewaltigen Herausforderungen und vermochte dennoch, mit zahllosen zeitaufwendigen Infrastrukturmassnahen und dem Aufbau einer leitungsfähigen Verwaltung, die Basis für den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aufschwung im 20. Jahrhundert zu legen. Im 19. Jahrhundert realisierte er Vorzeigeanstalten, die in der ganzen Schweiz beachtet wurden. Die Hauptanstrengungen galten mit der Strafanstalt in Lenzburg (eröffnet 1864) und der Heil- und Pflegeanstalt in Königsfelden (1872) Staatsaufgaben im sozialen Bereich, die noch verhältnismässig neu waren. Die zwei Anlagen gingen aus den ersten beiden Architekturwettbewerben hervor, die der Kanton veranstaltete.

Zur Autorin Edith Hunziker

Als langjährige Autorin in der Aargauer Reihe der renommierten schweizerischen Kunsttopografie «Die Kunstdenkmäler der Schweiz» kennt die Verfasserin viele Facetten des öffentlichen Hochbauwesens im 19. Jahrhundert durch ihre Inventarisierungstätigkeit aus eigener Anschauung, aber auch aus dem Studium zahlreicher Quellengattungen.

Publiziert auf dem «Goldenen» Open Access Weg

Die Publikation Der junge Kanton baut ist als Printausgabe erschienen und kann gleichzeitig Open Access kostenlos genutzt werden. Damit unterstützen Herausgeber und Verlag den internationalen wissenschaftlichen Diskurs und die Forderung universitärer Einrichtungen nach freiem Zugang zu wissenschaftlicher Literatur. Die Publikation ist mit einer Creative Commons Attribution 4.0 International License geschützt.

Details

Author/s Edith Hunziker
Editor: Kantonale Denkmalpflege Aargau (CH)
Format: A4
Published in Basel, Frankfurt a. M.
Jahr: 2026
Language/s Deutsch
Weight 1000
Price (CHF) 68.00 CHF
Price (EUR) 68.00 EUR
ISBN: 978-3-907662-19-9
DOI: 10.19218/3907662199