{"id":6730,"date":"2024-11-05T07:30:31","date_gmt":"2024-11-05T05:30:31","guid":{"rendered":"https:\/\/librum-publishers.com\/die-steininschriften-von-vindonissa\/"},"modified":"2025-02-12T15:47:58","modified_gmt":"2025-02-12T13:47:58","slug":"die-steininschriften-von-vindonissa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/librum-publishers.com\/en\/die-steininschriften-von-vindonissa\/","title":{"rendered":"Die Steininschriften von Vindonissa"},"content":{"rendered":"<section id=\"description\" class=\"rel-mt-2 rich-input-content\" aria-label=\"Record description\">\n<div>\n<p>Aus dem Gebiet des antiken <em>Vindonissa<\/em> sind bis heute 101 r\u00f6mische Steininschriften bekannt. Diese sprechenden Steine werden hier erstmals in einem kommentierten Bestandeskatalog vorgelegt.<\/p>\n<ul>\n<li>Ein besonderes Augenmerk gilt den Fundorten und Fundumst\u00e4nden der Inschriften. Ihre Analyse erlaubt es, das Schicksal dieser wichtigen Denkm\u00e4ler vom Zeitpunkt der einstmaligen Aufstellung bis zur Wiederauffindung nachzuerz\u00e4hlen.<\/li>\n<li>Erstmals wird die Geschichte des Findens, Sammelns und der Aufbewahrung der Inschriften im \u00dcberblick nachgezeichnet. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den fr\u00fchesten Funden aus dem 16. Jahrhundert und den seither immer wieder erlittenen Verlusten am Gesamtbestand.<\/li>\n<li>Das Steinmaterial f\u00fcr die Inschriften stammt \u00fcberwiegend aus dem n\u00e4heren Einzugsgebiet von <em>Vindonissa<\/em>. Ein aus der Westschweiz importierter Jurakalk diente demgegen\u00fcber als Ersatz f\u00fcr weisse Marmore aus dem Mittelmeerraum.<\/li>\n<li>Untersuchungen zu Form und Gr\u00f6sse der Weihe- bzw. Grabinschriften zeigen, dass sich bei beiden Denkm\u00e4lergruppen eine formale Standardisierung abzeichnet.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wichtige Quellen<\/strong><\/p>\n<p>R\u00f6mische Steininschriften geh\u00f6ren zu den wichtigsten Quellen f\u00fcr die Rekonstruktion der Geschichte von Vindonissa. Erstmals sind nun alle bekannten Steininschriften in einer neuen Publikation vorgelegt. Sie nennen Namen von Kaisern, Legionskommandanten und Menschen, die vor 2000 Jahren in Vindonissa gelebt haben: R\u00f6mische Steininschriften sind sprechende Steine.<\/p>\n<p><strong>101 Inschriften<\/strong><\/p>\n<p>Zuvor wurden in einem Auswertungsprojekt der Kantonsarch\u00e4ologie alle bis zum Jahr 2023 bekannten r\u00f6mischen Inschriften aus dem Perimeter des antiken Vindonissa zusammengestellt. Es handelt sich um 101 Steininschriften. Im Fokus standen nicht nur die Texte der Inschriften, sondern ebenso die arch\u00e4ologischen Fundkontexte der grossen und kleinen Fragmente, deren Form und Bearbeitung sowie die Bestimmung und Herkunft des Steinmaterials. Ausserdem wurde den Objektbiografien nachgegangen, also der Geschichte der \u00dcberlieferung und Wiederverwendung der Inschriften von r\u00f6mischer Zeit bis heute. Als Novum in einer Auswertung dieser Art wurden \u00fcber 60 Inschriftensteine digital mittels 3D-Technologie dokumentiert.<\/p>\n<p><strong>Verlagert, wiederverwendet, zerst\u00f6rt<\/strong><\/p>\n<p>Die Resultate der Auswertung und alle 101 Inschriftensteine sind nun in einem Bestandeskatalog vorgelegt und stehen damit f\u00fcr weitere Forschungen zur Verf\u00fcgung. Die umfangreiche Publikation der Kantonsarch\u00e4ologie zeigt auf \u00fcber 470 Seiten nicht nur alle bekannten Inschriften, sondern geht im Einzelnen deren Geschichte nach. So sind zahlreiche Steine heute verschollen. Mit akribischer Recherche in verschiedenen Archiven konnten die vermissten Steine jedoch teilweise in ihrer Erscheinung rekonstruiert und deren Geschichte nachgezeichnet werden. Einige Steine wurden zwischen der Mitte des 19. Jahrhunderts und dem Beginn des 20. Jahrhunderts wiederholt zwischen verschiedenen Ausstellungsr\u00e4umen und Depots hin- und hertransportiert, was f\u00fcr den Erhalt des Bestandes ein Risiko darstellte und zu Verlusten f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Erstmals wird in der Publikation die Geschichte des Sammelns und Aufbewahrens nachgezeichnet. Die Publikation legt ebenfalls das Schicksal der Inschriften seit r\u00f6mischer Zeit dar: so wurden die Steine nach ihrer urspr\u00fcnglichen Aufstellung verlagert, wiederverwendet oder gar zerst\u00f6rt. Schliesslich runden petrografische Bestimmungen zur Herkunft der Steine die Publikation ab. Damit liefert die Publikation einen umfassenden Blick auf die r\u00f6mischen Inschriften von Vindonissa.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus dem Gebiet des antiken Vindonissa sind bis heute 101 r\u00f6mische Steininschriften bekannt. Diese sprechenden Steine werden hier erstmals in einem kommentierten Bestandeskatalog vorgelegt. Ein besonderes Augenmerk gilt den Fundorten und Fundumst\u00e4nden der Inschriften. Ihre Analyse erlaubt es, das Schicksal dieser wichtigen Denkm\u00e4ler vom Zeitpunkt der einstmaligen Aufstellung bis zur Wiederauffindung nachzuerz\u00e4hlen. 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