{"id":5853,"date":"2021-10-11T15:07:22","date_gmt":"2021-10-11T13:07:22","guid":{"rendered":"https:\/\/librum-publishers.com\/vom-pferd-zum-automobil\/"},"modified":"2025-03-12T21:32:15","modified_gmt":"2025-03-12T19:32:15","slug":"vom-pferd-zum-automobil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/librum-publishers.com\/en\/vom-pferd-zum-automobil\/","title":{"rendered":"Vom Pferd zum Automobil"},"content":{"rendered":"<p>Das Automobil besteht bis heute aus zwei Teilen, dem Chassis oder der Plattform mit dem oder den Motoren und der Karosserie. Dieses Buch rollt die Geschichte des zweiten Teils auf, gleicht ihn mit der technologischen Entwicklung ab und all das vor dem Hintergrund der Vorgeschichte, des Pferdewagens. So wird der epochale Wandel vom Pferd zum Automobil nachvollziehbar gemacht. Dazu geh\u00f6rt auch der gesellschaftliche Kontext: Im industrialisierten<br \/>\nEuropa des 19. Jahrhunderts dreht das Rad schneller, die Zeit wird hektischer, die St\u00e4dte wachsen.<\/p>\n<p>Die Kutschenbauer gelten um 1900 zun\u00e4chst als erfolgsverw\u00f6hnte und in Halbschlaf verfallen. Dann m\u00fcssen sie mit nachziehen und den Chassis K\u00e4sten aufsetzen. Gross sind die strukturellen und mentalen Unterschiede zu den Chassis- und Motorenherstellern; dort die forschen, technikbegeisterten Ingenieure und Unternehmer mit ihren Grossbetrieben, hier die noblen Gestalter und Hersteller von massgeschneiderten Aufbauten. Dementsprechend sehen die fr\u00fchen Automobile lange wie halbe Kutschen aus. Allm\u00e4hlich werden die Automobile st\u00e4rker, leichter und schneller. Nach dem Abflauen der ersten Innovationswelle der Konstrukteure wachen die Karossiers um 1910 auf und bringen neue Karosserie-Formen auf den Markt.<\/p>\n<p>Derweil sind die Pferde in der Stadt an ihre Grenzen gekommen. Einen weiteren Schub weg vom Pferd bringt der Erste Weltkrieg. In den 1920er Jahren werden die exklusiven Kreationen der Karossiers zu fahrenden Skulpturen, die an \u201eConcours d\u2019El\u00e9gances\u201c Furore machen. Form und Funktion wachsen zusammen, das Automobil erreicht in den 1920er Jahren seinen ersten H\u00f6hepunkt.<\/p>\n<p>Wie bei den Equipagen 30 Jahre zuvor liegen aber wieder H\u00f6hepunkt und Fall nahe beisammen. Die Weltwirtschaftskrise von 1929\/30 bricht vielen eigenst\u00e4ndigen Karosseriebetrieben das Genick. Die Qualit\u00e4t ihrer Arbeit aber bleibt der Massstab und wird von den grossen Marken weitergef\u00fchrt, die jetzt unter einem Dach ganze Autos bauen.<\/p>\n<p>Anf\u00e4ngliches Z\u00f6gern gegen\u00fcber einer untersch\u00e4tzten Innovation, langsames auf den Zug aufspringen, dann erfolgreiches Mitziehen? Einen solchen Prozess im Sinne der disruptiven Technologie mit den entsprechenden Begleitph\u00e4nomenen erleben wir heute wieder beim Wandel zur Elektromobilit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Das Buch wird Book-on-Demand angeboten. Die Lieferzeiten betragen ca. 3 &#8211; 4 Wochen.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Autor:<\/strong><\/p>\n<p>Andres Furger, Kulturhistoriker und ehemaliger Direktor der schweizerischen Nationalmuseen, lebt im Elsass und in der Schweiz, ist aktiver Kutschenfahrer, internationaler Turnierrichter und Autor einiger B\u00fccher zur Geschichte von Pferd und Wagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Automobil besteht bis heute aus zwei Teilen, dem Chassis oder der Plattform mit dem oder den Motoren und der Karosserie. Dieses Buch rollt die Geschichte des zweiten Teils auf, gleicht ihn mit der technologischen Entwicklung ab und all das vor dem Hintergrund der Vorgeschichte, des Pferdewagens. 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